Der Studiengang Primary Care Management (PCM) ist eine zentrale Kooperationsinitiative zur Weiterentwicklung der hausärztlichen Versorgung in Deutschland.
Die hausärztliche Versorgung steht unter wachsendem Druck: steigende Patientenzahlen, komplexere Krankheitsbilder und begrenzte personelle Ressourcen. Vor diesem Hintergrund schafft der Studiengang neue Qualifikationsprofile für nicht-ärztliche Fachkräfte – mit dem Ziel, Hausarztpraxen gezielt zu entlasten und Versorgungsprozesse zu verbessern.
Der Hausärztinnen- und Hausärzteverband bringt den Studiengang aktiv mit voran und verankert ihn als Teil seiner strategischen Weiterentwicklung der zukunftsfähigen Primärversorgung.

Der Studiengang Primary Care Management wird in enger Zusammenarbeit mit der FOM (Hochschule für Oekonomie & Management) umgesetzt und durch den Hausärzteverband inhaltlich begleitet.
Der Fokus des Studienkonzepts geht mit einer Neustrukturierung der Hausarztpraxis einher:
- Entwicklung neuer Rollenprofile in der Hausarztpraxis
- praxisnahe Qualifizierung
- Übertragbarkeit in den Versorgungsalltag
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Unsere Mitwirkung am Studiengangkonzept
Der Studiengang Primary Care Management ist ein Ergebnis der Kooperationsinitiative mit der FOM Hochschule für Oekonomie & Management.
Downloads zum Studiengang
Alle Downloads zum Studiengang Primary Care Management finden Sie hier in der Übersicht.

„Durch den Studiengang werden die Kompetenzen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gestärkt, die schon seit Jahren in der hausärztlichen Versorgung arbeiten. Wir Hausärztinnen und Hausärzte können uns so noch mehr auf die ärztlichen Aufgaben konzentrieren.“
Dr. med. Markus Blumenthal-Beier, Bundesvorsitzender Hausärztinnen- und Hausärzteverband
Bedeutung für die hausärztliche Versorgung
Primary Care Management leistet einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung der hausärztlichen Praxis:
- Stärkung der teamorientierten Versorgung
- bessere Betreuung von chronisch erkrankten Patient:innen
- Entlastung von Hausärztinnen und Hausärzten
- Unterstützung bei der Organisation komplexer Versorgungsprozesse
Primary Care Manager:innen übernehmen koordinierende Aufgaben, strukturieren Versorgungsprozesse und entlasten das ärztliche Team insbesondere bei der Betreuung chronisch erkrankter Patient:innen.
Der Studiengang richtet sich insbesondere an Medizinische Fachangestellte (MFA), VERAH / NäPA, Praxispersonal mit Interesse an erweiterten Aufgaben sowie Berufserfahrene im Gesundheitswesen.
Aktuelle Entwicklungen
Im Herbst 2026 startet das Studium, das zu einem Großteil digital erfolgt, an den Standorten Mannheim, Dortmund, München und Hannover in die nächste Runde. Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um den Studiengang gibt in einer weiteren kostenfreien Online-Infoveranstaltung am 15. April 2026, um 16:30 Uhr. Den Link zur Anmeldung gibt es hier.
Am 15. April informieren der Hausärztinnen- und Hausärzteverband und die FOM-Hochschule gemeinsam über den Studiengang „Primary Care Management“ (PCM). Das nebenberufliche Studium richtet sich an VERAH, NäPa und MFA – sowie seit Herbst 2025 auch an Abiturientinnen und Abiturienten, begleitend zu ihrer MFA-Ausbildung. Alle Absolventinnen und Absolventen sind nach erfolgreichem Abschluss als Bachalor of Science qualifiziert, zusätzliche Aufgaben in der medizinischen Versorgung und im Praxismanagement als Primary Care Manager (PCM) zu übernehmen.
Profil eines Primary Care Managers
Primary Care umfasst nach der WHO alle grundlegenden Gesundheitsleistungen über den gesamten Lebensverlauf – von Prävention und Beratung bis hin zu Behandlung, Rehabilitation und Palliativversorgung. In Deutschland wird sie vor allem durch Hausarztpraxen gewährleistet.
Primary Care Managerinnen und Manager (PCM) unterstützen und entlasten Ärztinnen und Ärzte im Praxisalltag. Sie übernehmen delegierbare medizinische Aufgaben sowie Tätigkeiten in der Praxisorganisation.
Zu ihren Aufgaben gehören u. a.:
- Ersteinschätzung von Patientinnen und Patienten
- Unterstützung bei Anamnese und Untersuchungen
- Vorbereitung spezieller Sprechstunden
- Mitwirkung bei Diagnostik (z. B. Sonographie)
- Hausbesuche
- Administrative Tätigkeiten (z. B. Anträge, Kassenanfragen)
Darüber hinaus unterstützen PCM das Praxisteam in Bereichen wie Qualitätsmanagement, Hygiene, Arbeitssicherheit und Personalorganisation.